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24.02.2021

Neuerungen bei Förderung von Energieeffizienzmaßnahmen

Energieeffizienz und Prozesswärme aus erneuerbaren Energien in der Wirtschaft, Kredit und Zuschuss und Bundesprogramm für effiziente Gebäude

Zum Jahresstart 2021 hat das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) eine neue Förderrichtlinie „Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG)“ veröffentlicht. Am 01. Januar 2021 ist die Zuschussvariante der BEG Einzelmaßnahmen (BEG EM) gestartet. Diese löst entsprechend die Fördertatbestände des Marktanreizprogramms „Heizen mit erneuerbaren Energien“ (MAP), des Anreizprogramms Energieeffizienz (APEE) sowie der Heizungsoptimierung (HZO) ab.

Gefördert werden private und kommunale Unternehmen sowie freiberuflich Tätige mit einer Betriebsstätte oder Niederlassung in Deutschland. Contractingvorhaben sind nicht ausgeschlossen.

Besonders attraktiv ist die nun wieder aufgenommene Förderung der Beleuchtung.

Folgende Investitionen können im Rahmen der BEG EM gefördert werden:

a)      Einzelmaßnahmen an der Gebäudehülle (Dämmung, Fenster- oder Türenaustausch, Sonnenschutz)

b)      Anlagentechnik außer Heizung (Raumluft, Energieerfassung, Kältetechnik, Beleuchtung)

c)       Anlagen zur Wärmeerzeugung (Wärmepumpen, Gas- und EE-Hybrid-Heizungen, Gas-Brennwertheizungen)

d)      Ersatz von Umwälz- und Zirkulationspumpen inkl. Einbau + Material, Hydraulischer Abgleich und hydraulische Komponenten

e)      Fachplanung und Baubegleitung

Die Förderung erfolgt entweder in Form eines Zuschusses oder in Form eines Tilgungszuschusses. Die Höhe der Förderung liegt für die Bereiche a), b) und d) bei 20% und für den Bereich e) bei 50%. Für den Bereich c) liegt die Höhe der Förderung je nach Wärmeerzeuger und Substitution des Altbestandes zwischen 20-50%.

Spezielle Fördervoraussetzungen BEG EM

Zudem werden am 01. Juli 2021 neue Richtlinien für BEG Wohngebäude und BEG Nichtwohngebäude veröffentlicht. Im Bereich der BEG für Nichtwohngebäude werden die Bundesförderungen für die „Energieberatung im Mittelstand“ und das „Energieaudit nach DIN EN 16247“ mit einfließen.

Ebenso bezuschusst bis Ende 2022 das BAFA weiterhin betriebliche Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz und zur Reduzierung von CO₂-Emissionen. Gefördert werden private und kommunale Unternehmen mit einer Betriebsstätte oder Niederlassung in Deutschland. Contractingvorhaben sind nicht ausgeschlossen.

Folgende betriebliche Investitionen (Neu- als auch Erweiterungsinvestitionen) – geclustert in 4 Modulen – können im Rahmen des Programms „Energieeffizienz und Prozesswärme aus erneuerbaren Energien in der Wirtschaft,“ gefördert werden:

Modul 1: Querschnittstechnologien, z.B.

Modul 2: Prozesswärmebereitstellung aus Erneuerbaren Energien z.B.

Modul 3: Mess-, Steuer- und Regelungstechnik, Sensorik und Energiemanagement-Software

Modul 4: Energiebezogene Optimierung von Anlagen und Prozessen

Die Höhe der Förderung liegt in der Regel bei 30% der Investitionskosten und erfolgt entweder in Form eines Zuschusses oder in Form eines Tilgungszuschusses. Kleine und mittlere Unternehmen (KMU) erhalten eine Bonusförderung von 10%.

Die Antragstellung für BEG EM und die Module 1-4 erfolgen durch das berechtigte Unternehmen oder einen bevollmächtigten Energieexperten. Förderfähig sind nur Maßnahmen, mit denen zum Zeitpunkt der Bewilligung noch nicht begonnen wurde. Planungs- und Beratungsleistungen dürfen vor Antragstellung erbracht werden. Der Bewilligungszeitraum/ Umsetzungszeitraum beträgt in der Regel 24 Monate. Die Auszahlung der Fördermittel erfolgt nachträglich mittels Verwendungsnachweis.

 

Für Fragen zu den Programmen stehen Ihnen unsere Energieexperten gerne zur Verfügung.





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