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10.03.2020

Klimaschutzstrategien für Unternehmen

Der Druck auf Unternehmen wächst: Klimapaket, The Green Deal und eine mögliche Bundesregierung mit grüner Beteiligung ab 2021.

Bosch will alle Standorte klimaneutral betreiben. Lanxess will bis 2040 klimaneutral werden. Der weltgrößte Vermögensverwalter Blackrock drängt zunehmend auf Nachhaltigkeit. Die Liste könnte man beliebig fortsetzen. Unternehmen der verschiedensten Branchen und Größen machen ernst mit ihren Nachhaltigkeitszielen. Was bedeutet das? Es ist die Zeit gekommen, sich intensiv mit Klimachancen, -risiken und CO2-Effizienz auseinanderzusetzen und in Unternehmensstrategie und Berichterstattung einfließen zu lassen.

Die Auswirkungen des Klimawandels sind natürlich-physikalisch, regulatorisch und marktlich bedingt. Vor diesem Hintergrund ist eine differenzierte Szenario- und Risikoanalyse zur Bestimmung der Chancen und Risiken zu betreiben. Wer auf die Entwicklungen nicht reagiert und keine verlässlichen Informationen anbieten kann, wird einen Wettbewerbsnachteil haben. Es ist dabei ist zu berücksichtigen, dass Chancen und Risiken nicht per se als Gewinn bzw. Verlust interpretiert werden dürfen. Gewinner sind diejenigen Unternehmen, die Chancen und Risiken frühzeitig erkennen und mit vorausschauenden Anpassungsstrategien (z. B. neue Produkte) reagieren. Können Risiken umgangen werden, werden die betroffenen Unternehmen am Ende nicht als Verlierer, sondern als Gewinner dastehen. Unternehmen sollten eine Antwort auf die Frage haben, welche Auswirkungen die neuen (Klimawandel-)Verpflichtungen auf das eigene Geschäftsmodell haben. Insbesondere die Analyse der CO2-Bilanz auf Unternehmens- und Produktebene stehen hier im Vordergrund.

Hierfür bietet sich die sogenannte „SWOT-Analyse“ als strategisches Planungsinstrument an. Die Wertschöpfungskette eines Unternehmens kann dadurch einer detaillierten Analyse hinsichtlich Chancen (Opportunities) und Risiken (Threats) in ein Verhältnis zu den Stärken (Strengths) und Schwächen (Weaknesses) in Bezug auf die CO2-Bilanz untersucht werden. Ziel ist hierbei eine Klima- und Anpassungsstrategie für das Unternehmen zu erarbeiten. Die Klimastrategie kann folgende und weitere Punkte umfassen: Abschätzung von Klimarisiken auf das Geschäftsmodell, Wettbewerbsanalyse, Bestimmung eines unternehmerischen CO2-Fußabdrucks, CO2-Minderungs- und Neutralitätsmaßnahmen, CO2-Management im Rahmen des EU-Emissionshandels & des nationalen Emissionshandels sowie die Konzeption neuer Produkt- & Geschäftsfelder.

Als Teil der Klimastrategie werden Anpassungsstrategien in den jeweiligen Bereichen erarbeitet. Diese können folgende Punkte umfassen: Grüner Strombezug, Eigenstromerzeugung durch Biogas oder PV, Wärmeerzeugung durch Biomasse, Bezug von Rohstoffen aus Ländern mit geringerem CO2-Strommix, Verwendung von Substituten mit geringerem CO2-Fußabdruck, Umstellung Fuhrpark auf Elektromobilität sowie Einsatz von Videokonferenzen statt Reisen.





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