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07.12.2020

CO₂ als strategisches Steuerungsinstrument im Unternehmen

Neben reinen technischen, marktwirtschaftlichen und sozialen Indikatoren innerhalb eines Unternehmens, wird zukünftig das Thema „CO₂“verstärkt in den Vordergrund treten.

Der Umwelt- und Klimaschutz hat in der Gesellschaft, Politik und der öffentlichen Wahrnehmung insbesondere in den letzten Jahren stark an Bedeutung gewonnen. Steigende Nachfragen im Bereich nachhaltiger Produkte und Dienstleistungen, Fridays-for-Future Demonstrationen und der wieder präsenter werdende mediale Diskurs sind Indizien für einen stetigen Wandel in Richtung eines zunehmendem Umwelt- und Klimaschutzbewusstseins.

Neben dem gesellschaftlichen Wandel treten ab 2021 neue gesetzliche Rahmenbedingungen in Kraft. Inverkehrbringer von fossilen Brennstoffen sehen sich zukünftig mit der nationalen „CO₂-Steuer“ konfrontiert (siehe Artikel 2 zum BEHG). Endverbraucher von fossilen Brennstoffen, also Industrie, produzierendes Gewerbe und private Haushalte müssen somit mit steigenden fossilen Brennstoffpreisen rechnen. 2021 startet auch die vierte Handelsperiode des EU-Emissionshandels, was ebenfalls steigende Kosten aufgrund der gekürzten Zertifikatsanzahl mit sich bringt.

Unternehmen müssen sich daher vermehrt mit den eigenen Emissionen und Einflüssen auf die Umwelt vertraut machen, um nicht nur den Anforderungen aus dem Handel, der Gesellschaft und dem Endkunden gerecht zu werden, sondern auch den steigenden Preisen und Steuerbelastungen entgegenzuwirken. Die Erstellung von Klimabilanzen auf Unternehmensebene, sog. Corporate Carbon Footprints, oder Produktebene, sog. Product Carbon Footprints, stellen geeignete Instrumente dar, um die CO₂-Emissionen innerhalb des Unternehmens und eines Produktes zu bilanzieren, Hauptemittenten zu lokalisieren und eine wesentliche Grundlage für die Reduzierung der CO₂-Emissionen zu schaffen.

Diese Klimabilanzen werden bereits vermehrt auch durch zahlreiche Initiativen aus dem Handel und der Industrie (z.B. von ALDI, Rewe, McDonalds, BMW, Danone etc.) gefordert und teilweise bereits durch Organisationen wie z.B. „Science Based Target“ (SBT) oder des „Carbon Disclosure Project“ (CDP) regelmäßig abgefragt. Zudem müssen die Unternehmen im Rahmen dieser Initiativen Ziele und Strategien entwickeln, definieren und einen CO₂ -Reduzierungs-Fahrplan offenlegen.

Zur Reduzierung von CO₂-Emisisonen müssen allerdings Einsparpotentiale unternehmensspezifisch identifiziert und den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen entsprechend angepasst werden. Entstehende Kosten für Maßnahmen im Bereich der Emissionsreduktion sollten mit dem möglichen CO₂-Reduktionspotential ins Verhältnis gesetzt werden, um einen möglichst effizienten Wandel in Richtung Umwelt- und Klimaschonung zu erreichen. Ansatzpunkte sind hier vielfältig und können vom Einsatz energieeffizienter Maschinen bis hin zur Auswahl der Zulieferer oder Substitution von Eingangsrohstoffen variieren. Auch den zeitlichen Aspekt von CO₂-Einsparungsmaßnahmen gilt es im Hinblick auf die Langfristigkeit der Einsparmaßnahmen zu beachten und deutet im Hinblick auf variierende Energiepreise, Abgaben und politischen Rahmenbedingungen die Komplexität in der Entscheidungsfindung und Priorisierung von Maßnahmen an.

Zudem erscheint es als sinnvoll mittels einer Nachhaltigkeitsstrategie einen ganzheitlichen und langfristigen Ansatz im Bereich Klimaschutz und Corporate Social Responsibility zu verfolgen oder das bestehenden Nachhaltigkeitsmanagement um die Thematiken der CO₂-Bilanzen sowie Klimaschutzmaßnahmen und -strategien zu erweitern.

Sprechen Sie uns gerne zu Ihren individuellen Anforderungen an. Wir informieren Sie über die Einzelheiten der verschiedenen Standards und Vorgaben der CO₂-Bilanzierung, des Reportings und den aktuellen Nachhaltigkeits- oder Klimaschutzforderungen.





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